Immunologie in Zahlen

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Die Haut, die Atemwege oder auch der Verdauungstrakt sind riesige Einfallstore, über die Krankheitserreger den menschlichen Körper erobern können. Und dennoch passiert meist wenig. Das liegt an der stabilen immunologischen Barriere, auf die die Eindringlinge treffen. Pro Quadratzentimeter unserer Haut haben sich zum Beispiel rund 1 Millionen T-Gedächtniszellen positioniert, die eingedrungene Krankheitserreger erkennen und beseitigen können. Diese Immunzellen lassen sich in der Haut jedoch nicht einfach nur nieder und warten auf das, was da kommt. Sie sind vor Ort im Gewebe vielmehr ständig auf Wanderschaft, um im Ernstfall rasch zu reagieren.

T-Zelle (Foto: AJC1, Flickr)
T-Zelle (Foto: AJC1, Flickr)

Gedächtniszellen gehen aus Begegnungen des Immunsystems mit Viren oder Bakterien hervor, wie sie bei Infektionen oder Impfungen stattfinden. Bisher nahm man an, T-Gedächtniszellen würden hauptsächlich mit dem Blut zirkulieren, um bei einem erneuten Kontakt mit einem bekannten Eindringling aktiv zu werden. Doch inzwischen schätzen Wissenschaftler, dass in der Haut etwa zweimal so viele solcher T-Zellen vorkommen wie im Blut! Auch in der Lunge sollen sich insgesamt mehr als 10 Milliarden T-Gedächtniszellen aufhalten.

Nicht das Blut, sondern die verschiedenen Körpergewebe sind danach der Hauptsitz des immunologischen T-Zell-Gedächtnisses. “The immune system provides the right T cells, at the right place and time, to protect us from an environment that is full of potentially harmful pathogens”, sagt Thomas Kupper von der Harvard-Medical School in Boston.

photo credit: <a href=”http://www.flickr.com/photos/myklroventine/3355106480/”>Mykl Roventine</a> via <a href=”http://photopin.com”>photopin</a> <a href=”http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/”>cc</a>

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