Einstein und die Anfänge des Peer-Review

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Albert-Einstein-Denkmal (Foto: Sören Meng, pixelio.de)

We (Mr. Rosen and I) had sent you our manuscript for publication and had not authorized you to show it to specialists before it is printed. I see no reason to address the – in any case erroneous – comments of your anonymous expert. On the basis of this incident I prefer to publish the paper elsewhere.

Respectfully,

Albert Einstein

Dieses köstliche Zitat habe ich in einem Blogbeitrag von Bora Zivkovic über die historische Entwicklung des wissenschaftlichen Publizierens entdeckt. “.. I prefer to publish the paper elsewhere.. .” Sich von einem unbekannten Experten fehlerhafte Kommentare einzufangen und dann auch noch ungefragt, das ging Albert Einstein wohl zu weit. Und so schrieb er im Jahr 1936 diese entrüsteten Zeilen an den Herausgeber des “Physical Review”. Ein Peer-Review, so wie wir es heute kennen, setzte sich flächendeckend erst in den 1960er Jahren durch. Das Journal “Physical Review” hatte versuchsweise schon einige Zeit früher damit begonnen. Einstein reagierte wenig verständnisvoll auf diese Maßnahme. Er veröffentlichte in den Jahren 1901 bis 1955 mehr als 300 Wissenschaftsartikel. Nur einer davon (eben der für den “Physical Review”) wurde vorab durch einen anderen unabhängigen Experten begutachtet.

Quelle: “Three myths about scientific peer review.” http://michaelnielsen.org/blog/three-myths-about-scientific-peer-review

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