Welt-Meningitis-Tag 2014

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Wir leben in einer Gesellschaft, in der man kaum noch mit den Folgen rechnet, die eine Infektionskrankheit haben kann. Die australische Fotografin Anne Geddes (die mit den Baby-Motiv-Postkarten) hat Kinder und Jugendliche fotografiert, die eine Entzündung der Hirnhäute, eine Meningitis, überlebt haben.

Die 20-jährige Danielle erkrankte mit 14 Monaten an einer Meningokokken-Infektion. Seither wurde sie insgesamt 80 Mal operiert. Als Danielle sieben Jahre alt war, verpflanzen die Ärzte eine ihrer großen Zehen an Stelle des rechten Daumens, damit sie besser greifen kann.

Der 9-jährige Mackenzie verlor nach einer Meningokokken-Infektion vor sechs Jahren all seine Fingerspitzen sowie die Zehen seines rechten Fußes.

Das kostenlose E-Book “Protecting Our Tomorrows: Portraits of Meningococcal Disease” kann hier heruntergeladen werden. Ja, ich weiß, die Aktion anlässlich des Welt-Meningitis-Tages am 24. April wurde unter anderem von der Firma Novartis initiiert , die Impfstoffe gegen Meningokokken vertreibt. Aber ich finde es einfach wichtig, sich die dramatischen Auswirkungen, die eine lebensbedrohliche Hirnhautentzündung haben kann, einmal bildhaft vor Augen zu führen.

In Deutschland traten laut den Angaben des Robert-Koch-Instituts in den Jahren 2010 bis 2012 im Mittel jährlich 370 Meningokokken-Fälle auf, die in etwa zu zwei Dritteln als Meningitis verlaufen. Recht häufig kommt es bei der rasch verlaufenden Erkrankung zu einer Blutvergiftung, einer Sepsis. In deren Folge kann Körpergewebe, besonders an den Extremitäten, absterben, was Amputationen notwendig macht.

 

(Bilder: Anne Geddes, Patientenbeschreibungen: Novartis)

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